01.10.2026
Während Brüssel über Maßnahmen gegen chinesische Plug-in-Hybride diskutiert, gewinnen BYD, MG & Co. in Europa weiter massiv Marktanteile. Ein Jahr nach den EU-Strafzöllen auf Elektroautos ist das Schlupfloch bei Hybriden noch immer nicht geschlossen.
Die EU hatte Ende 2024 zusätzliche Ausgleichszölle von bis zu 35,3 Prozent auf chinesische batterieelektrische Fahrzeuge eingeführt. Je nach Hersteller gelten unterschiedliche Sätze: Für BYD sind es 17 Prozent, für Geely 18,8 Prozent und für SAIC 35,3 Prozent. Die Maßnahmen gelten bis Ende Oktober 2029. (European Commission)
Plug-in-Hybride bleiben jedoch außerhalb dieser zusätzlichen Strafzölle. Sie müssen lediglich den normalen EU-Einfuhrzoll von 10 Prozent bezahlen. Genau diese unterschiedliche Behandlung haben chinesische Hersteller inzwischen massiv genutzt.
Chinesische Marken gewinnen rasant
Die Entwicklung ist inzwischen deutlich größer als noch vor neun Monaten.
Von Januar bis Juli 2026 entfielen bereits 8,7 Prozent aller Neuzulassungen in Europa auf chinesische Marken. 2021 waren es gerade einmal 0,6 Prozent. Allein im August steigerten BYD, Chery, Geely, Leapmotor und SAIC (MG) ihren gemeinsamen Anteil an den EU-Neuzulassungen auf 10,8 Prozent. (Handelsblatt)
Von Januar bis August wurden rund 725.000 Elektro- und Hybridfahrzeuge chinesischer Marken in der EU neu zugelassen. Das waren zwei Drittel mehr als im gleichen Zeitraum 2025. (Handelsblatt)
Besonders auffällig ist die Verschiebung bei den Antrieben: Hybridfahrzeuge machen inzwischen 53 Prozent der Zulassungen chinesischer Marken in Europa aus. 2021 lag dieser Anteil erst bei 15 Prozent. BYD hat inzwischen sogar Volkswagen bei den Zulassungen von Plug-in-Hybriden überholt. (Handelsblatt)
EU erkennt das Problem – handelt aber nur langsam
Bereits im Januar 2026 erklärte die EU-Kommission ausdrücklich, dass ihre ursprüngliche Untersuchung ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge erfasst hatte. Eine Untersuchung chinesischer Hybridexporte lief damals noch nicht. (Audiovisual Service)
Im Juni kam dann Bewegung in die Sache: Nach Informationen des Handelsblatts bereitete die EU konkrete Ausgleichszölle auf chinesische Plug-in-Hybride vor. Damit sollte das bestehende Schlupfloch geschlossen werden. (Handelsblatt)
Doch Monate später gibt es noch immer keinen entsprechenden Strafzoll.
Stattdessen wird inzwischen über eine andere Lösung diskutiert. Brüssel soll China informell aufgefordert haben, den Anteil chinesischer Plug-in-Hybride am europäischen Markt freiwillig auf etwa 15 Prozent zu begrenzen. China lehnt eine solche Begrenzung ab und bezeichnet sie als problematisch im Hinblick auf freien Handel und WTO-Regeln. (Reuters)
Chinesen bauen ihren Vorsprung aus
Die Zahlen zeigen, wie schnell sich das Zeitfenster für die europäischen Hersteller schließt.
Allein im August 2026 steigerten die chinesischen Autobauer ihre Ausfuhren nach Europa laut Handelsblatt um 78 Prozent. Von Januar bis Juli kamen bereits rund 780.000 Neuwagen chinesischer Marken auf Europas Straßen – beinahe so viele wie im gesamten Jahr 2025. (Handelsblatt)
Auch BYD wächst in Deutschland stark. Im ersten Halbjahr 2026 meldete BYD nach Angaben von „auto motor und sport“ 26.264 verkaufte Fahrzeuge in Deutschland – 318 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (Auto Motor und Sport)
Für die europäischen Hersteller bedeutet das: Neun Monate nach der Warnung vor dem Hybrid-Schlupfloch ist das Problem nicht verschwunden – es ist deutlich größer geworden.
Wenn du möchtest, kann ich daraus auch noch eine deutlich schärfere Version speziell für deine Website „China Oppresses Christians“ bzw. deine China-kritische Website machen – mit einer noch stärkeren, aber weiterhin sachlich belegbaren Überschrift.
